Es gibt viel zu tun.
Meine Vorschläge/Ideen zur Verkehrsführung und Verkehrsberuhigung in Friedrichstadt, sie beziehen sich ausschließlich auf den Bereich Altstadt.
Thema Auto/Verkehr:
Der komplette Bereich des Marktplatzes, Am Markt und die Prinzenstraße wird Fußgängerzone. Der Lieferverkehr darf bis max. 11 Uhr fahren / parken. Die Brücke über den Mittelburggraben wird für den Verkehr gesperrt. Der Marktplatz kann nicht mehr angefahren werden! Auch kein Parken mehr auf dem Marktplatz. Dieser Bereich ist Autofrei.
Kein Parken mehr in den Querungen im Bereich Am Stadtfeld.
Kurzeitparkplätze werden eingerichtet, im Bereich Stapelholmer Platz / Am Ostersielzug und im Bereich Am Deich, Parkdauer max. 30 Minuten. Von hier aus ist der Bereich Marktplatz / Fußgängerzone problemlos zu Fuß erreichbar. An den Zufahrten zur Altstadt werden Schilder aufgestellt: Innenstadtbereich gesperrt.
Ev. größere Parkbereiche vor den Gebäuden der Ärzte, gedacht für Personen mit Gehbehinderung.
Höchstgeschwindigkeit in der gesamten Altstadt max. 20 km/h.
Tagestouristen parken grundsätzlich außerhalb der Altstadt! In die Altstadt dürfen nur noch Autos mit Berechtigungsschein fahren.
Die Stadt vergibt pro Haushalt in der Altstadt einen Berechtigungsschein für das Parken von einem PKW. Ferienhäuser und Ferienwohnungen erhalten pro Wohneinheit einen Berechtigungsschein, welcher dem Gast ausgehändigt wird. Hotels erhalten „nur“ ein gewisses Kontingent an Berechtigungsscheinen, nicht für jedes Hotelzimmer ein Schein. Die Gäste können zum Be- und Entladen zum Hotel fahren, stellen Ihr Fahrzeug dann aber außerhalb auf einen zugewiesenen Parkplatzbereich ab, außer das Hotel hat eigenen Parkplätze zur Verfügung.
Die Stadt sorgt für ausreichend Parkplätze außerhalb der Altstadt für die Touristen und für die überzähligen und die übergroßen Fahrzeuge der Anwohner.
Dass dies funktioniert, beweisen viele Städte in Deutschland.
Beispiel: Lindau, Greetsiel (Hier steht an der Einfahrt ein Schild: Innenbereich gesperrt!) Bei beiden Städten sind genügend Parkplätze / Parkhäuser außerhalb vorhanden.
Sprinter, Busse, etc. größere Fahrzeuge, Wohnmobile welche über die Maße einen „normalen“ PKW hinausgehen, parken grundsätzlich draußen.
Ausnahme sind Handwerker, Notdienste, etc., die zur Einsatzstelle, zum Kunden fahren.
Absperrungen müssen deutlich gekennzeichnet sein, für Jedermann sofort erkennbar.
Am abgesperrten Bereich Am Markt wurde 2025 geparkt bzw. gefahren, trotz Verkehrszeichen und Absperrung. Was daraus resultierte, konnte man in der Tagespresse lesen.
Kein Parken im Kreuzungsbereich. Ärgerlich für die Abbieger und für Fußgänger.
Freihalten von Grundstückseinfahrten, auch gegenüber, wegen der schmalen Straßen in der Altstadt
Es gibt ja die passenden Gesetzte / Regeln dazu, leider halten sich nicht Alle daran. Hier muss mehr kontrolliert werden.
Thema Fußgänger/Fahrräder:
Die Gehwege müssen saniert werden. Es gibt zu viele Unebenheiten bzw. Stolperfallen. Die Bordsteinabsenkung an vielen Kreuzungen und Abzweigungen muss optimiert werden. Zusätzlich muss das Pflaster der Straßen an Gehwegübergängen abgeschliffen oder ausgetauscht werden, sodass ein einigermaßen ebener Überweg entsteht. Auch das Pflaster des Marktplatzes muss so abgeschliffen / ausgetauscht werden, dass ein breiter, ebener Fußweg entsteht. Ganz wichtig für Personen mit Gehbehinderung, mit Rollator oder anderen Hilfsmitteln.
Durch die Pflastersteine ist das Fahren mit dem Rad auf den Straßen nicht angenehm, es wird zu oft auf die Gehwege ausgewichen, was dann aber wieder zu Problemen mit den Fußgängern führt.
Fahrräder fahren nicht mehr auf den Gehwegen, dafür sind die Straßen da.
Am Markt werden Abstellmöglichkeiten für Fahrräder eingerichtet, auch eine Lademöglichkeit für Pedelecs/ E-Bikes sollte vorhanden sein.
Im Bereich des Marktplatzes und Prinzenstraße, in der Fußgängerzone, müssen die Fahrräder geschoben werden!
Thema Bürgerbus.
Ein Bürgerbus ist wünschenswert. Dieser fährt alle wichtigen Punkte in der Stadt an, z.B. Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Wohngebiete, etc., ev. sogar mit Anbindung der umliegenden Gemeinden. Der Bus fährt regelmäßig an allen / bestimmten Werktagen, vormittags und nachmittags, zweimal die Runde. Ein Unkostenbeitrag pro Fahrt ist selbstverständlich. Dies soll auch keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr sein, sondern Bereich abdecken, wo dieser nicht unterwegs ist. Die Fahrer sind Ehrenamtlich. Das System Bürgerbus funktioniert in anderen Gemeinden mit Erfolg.
Die Verwaltung muss bei ihren Entscheidungen auch Mut beweisen, muss unbequeme Entscheidungen treffen. Die Geschäftsinhaber werden sicher als Erste ihre Bedenken anmelden, aber, nach einer gewissen Zeit und nach viel Geschrei und vielen Diskussionen wird sich Alles einspielen, wie in anderen Städten und Gemeinden auch.
Leider habe ich den Verdacht, dass auch diese Aktion zum Thema Verkehr wieder im Sand verlaufen wird, dass wieder nichts passiert, weil immer irgendwelche Leute Einsprüche/Ansprüche erheben werden, eigene Befindlichkeiten in den Vordergrund stellen. Und weil man ja niemanden im Regen stehen lassen will, lässt man Alles, wie es ist.