Baustellenfahrzeuge? Nein danke!
Stellungnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung – 57. FNP-Änderung / B-Plan
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit nehmen wir im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur geplanten 57. FNP-Änderung / B-Plan Stellung.
Wir wohnen mit vier kleinen Kindern in der Astrid-Lindgren-Straße. In der unmittelbaren Umgebung leben zahlreiche weitere Familien mit kleinen Kindern. Die Astrid-Lindgren-Straße ist eine reine Wohnstraße mit entsprechend sensibler Nutzung.
Bereits gegenwärtig besteht insbesondere an Wochenenden eine erhebliche Parkraumauslastung. Fahrzeuge parken beidseitig am Straßenrand, wodurch Sichtachsen eingeschränkt sind und gefährliche Situationen entstehen. Ein gefahrloses Einsehen der Straße, ist schon jetzt nur eingeschränkt möglich.
Im Zuge der Erschließung des neuen Baugebiets ist mit einem massiven zusätzlichen Baustellenverkehr zu rechnen (Lkw, Baumaschinen, Lieferverkehr). Sollte dieser Verkehr über die Astrid-Lindgren-Straße geführt werden, würde sich das bestehende Gefahrenpotenzial erheblich erhöhen. Schwerlastverkehr in einer engen, beparkten Wohnstraße mit hohem Kinderanteil stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen der Bauleitplanung gemäß § 1 Abs. 6 BauGB insbesondere die Belange der Sicherheit der Wohnbevölkerung, gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie die Belange von Familien und Kindern zu berücksichtigen und gerecht gegeneinander abzuwägen sind. Auch die verkehrlichen Auswirkungen während der Bauphase sind in der Abwägung zu berücksichtigen.
Wir fordern daher ausdrücklich:
- Eine verbindliche Prüfung und Festsetzung einer alternativen Baustellenzufahrt, die die Astrid-Lindgren-Straße und angrenzende reine Wohnbereiche ausschließt.
- Ein nachvollziehbares Verkehrskonzept für die Bauphase mit konkreten Schutzmaßnahmen für Anwohner (z. B. temporäre Durchfahrtsbeschränkungen, klare Zufahrtsregelungen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, bauliche Sicherungsmaßnahmen).
- Eine transparente Darstellung, wie die bestehende Park- und Verkehrssituation in die Abwägung eingestellt wurde.
Ohne ein tragfähiges Verkehrskonzept sehen wir die Sicherheit der hier lebenden Kinder sowie die Zumutbarkeit der Belastungen während der Bauzeit nicht ausreichend gewährleistet.
Wir bitten um Berücksichtigung unserer Einwendungen im weiteren Verfahren und um eine nachvollziehbare schriftliche Stellungnahme im Rahmen der Abwägung.
PS: Da Ihnen diese Punkte bereits bekannt sind, wissen wir nicht, ob bereits zielführende Ideen oder Lösungsvorschläge erarbeitet wurden, wir bitten sie aber, all diese Punkte zu berücksichtigen und uns darüber zu informieren