Verbesserungen zwingend notwendig zu Verkehrsführung, täglicher Bedarf, Wassermanagement und Kita-Plätze:
Kritische Lage der Zufahrtsstraße:Aktuell sieht der Plan vor, die Erschließung des Baugebiets ausschließlich über die Astrid-Lindgren-Straße anzubinden. Diese führt durch bestehende Wohngebiete und ist derzeit bereits stark befahren. Zusätzliche Verkehrsbelastung durch mehrere hundert bis über 1.000 neue Fahrzeuge täglich ist zu erwarten und wurde bisher nicht ausreichend adressiert.
Konkrete Forderungen zur Verkehrsführung:
- Prüfung weiterer Zufahrtsmöglichkeiten (z. B. über Hoopter Straße) statt Einbahnstraße nur über Astrid-Lindgren-Straße.
- Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigende Maßnahmen deutlich erweitern, insbesondere an Kindergärten, Spielplätzen und Schulwegen.
- Ausbau der Kreuzungen (z. B. Gehrdener Deich/Hansestraße) und Berücksichtigung der Prognosen im Verkehrsmodell.
- Eine detaillierte und transparente Verkehrsuntersuchung inkl. Baustellenverkehrskonzept sollte öffentlich einsehbar sein und Teil der Entscheidungsgrundlage werden.
Das Gebiet sieht zwar Wohnnutzung vor, es fehlen aber bislang konkrete Festlegungen zu:
- Nahversorgung (Supermarkt, Bäcker, Drogerie)
- Ärztlicher Versorgung & Apotheken
- Flächen für soziale oder gemeinnützige Einrichtungen
Unsere Anregungen:
- Integration von kleinen Gewerbeeinheiten (z. B. Bäcker, Mini-Supermarkt, Apotheke, Café) im Zentrum des neuen Quartiers, idealerweise im Erdgeschoss von Wohngebäuden.
- Flächen für soziale Infrastruktur wie Arztpraxen oder Physiotherapien, um Fußwege kürzer zu halten. Schon heute gibt es keine Hausarztplätze in Winsen und Umgebung oder nur mit Wartezeiten von über 12 Monaten
- Entsprechende Stellplätze für Fahrräder und Car-Sharing-Stationen zur Förderung nachhaltiger Mobilität.
Mit der geplanten Größe des Wohngebiets (270-304 Wohneinheiten, rund 800-1.000 Menschen) steigt der Bedarf an Kindertagesstätten und Betreuungsplätzen signifikant.Das bestehende Angebot wird voraussichtlich nicht ausreichen, wenn nicht parallel eine weitere Kita geplant wird.
Unser Vorschlag:
- Planung einer neuen Kindertagesstätte im Neubaugebiet.
- Sicherstellen, dass Fußwege zur Kita verkehrsberuhigt, barrierefrei und sicher sind.
- Berücksichtigung von Grünflächen und Spielplätzen im Bebauungsplan als fester Bestandteil.
Im Rahmen der Baugrund- und Umweltgutachten wurde ein hoher Grundwasserstand festgestellt. Auch Hinweise zur Regenwasserbewirtschaftung im Plan (Versickerung etc.) bestehen.
Wichtige Ergänzungen:
- Analyse vorhandener Boden- und Grundwasserverhältnisse offenlegen, insbesondere mögliche Kontaminationen, bevor Baumaßnahmen beginnen.
- Konzept zur Regenwasser- und Abwasserentsorgung muss sicherstellen, dass die Schwammstadt-Prinzip-Ansätze nicht zu Problemen im benachbarten Siedlungsraum führen.
- Langfristige Überwachung des Grundwassers während und nach der Bauphase, um Risiken für Trinkwasser, Keller/Grundstücke und Natur auszuschließen.
- Klare Aussagen zur Lage in oder nahe von Wasserschutzgebieten oder sensiblen Grundwasserbereichen sind notwendig, damit Anwohner sich ein Bild über mögliche Belastungen machen können.
Wir begrüßen grundsätzlich die Schaffung von Wohnraum, sehen aber Bedarf an maßgeblichen Anpassungen, damit das neue Quartier sozial, ökologisch und verkehrlich verträglich ist:👉 Sicherere, mehrgleisige Verkehrsführung👉 Nahversorgung im Quartier👉 Zusätzliche Kita-Plätze und Spielangebote👉 Transparente Konzepte zu Wasserhaushalt und Entsorgung