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Einbezug von unterschiedlichen Altersgruppen fehlt - reine Planung auf Familien und Singles angelegt / nicht gut geplant

Wir sind ein älteres Ehepaar und leben seit vielen Jahren im Winsen Wiesen Süd Neubaugebiet. Mit Interesse verfolgen wir die Planungen für das neue Baugebiet „Winsener Wiesen-Nordwest“. Grundsätzlich verstehen wir, dass neuer Wohnraum benötigt wird. Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass bei der Planung die Bedürfnisse älterer und in ihrer Mobilität eingeschränkter Menschen stärker berücksichtigt werden sollten und müssen. Wir fühlen uns hier nicht abgeholt, noch ältere Menschen überhaupt berücksichtigt.

Viele Seniorinnen und Senioren möchten so lange wie möglich selbstständig bleiben. Dafür sind kurze Wege, sichere Verkehrsführungen und eine gute Versorgung im Wohnumfeld entscheidend.

Für uns ist es wichtig, dass Wege gut begehbar, übersichtlich und sicher sind. Gehwege sollten breit, eben und ohne Stolperkanten gestaltet werden. Bordsteine sollten abgesenkt sein, damit man mit Rollator oder Rollstuhl problemlos unterwegs sein kann. An wichtigen Querungen wünschen wir uns gut sichtbare Zebrastreifen, diese wird es aufgrund der Länge der Anfahrt ins neue Baugebiet geben müssen, damit kein Mensch zu Schaden kommt. Heute schon wird mit mehr als Tempo 30 durch die Astrid-Lindgren-Straße gefahren. dieser Verkehr wird sogar noch mehr werden als in Ihrer Planung.. In Wohnstraßen sollte Tempo 30 gelten, besser noch verkehrsberuhigte Bereiche eingegliedert werden mit den Huppelstangen zur Absenkung der Geschwindigkeit. Entlang der Wege wären regelmäßig Bänke mit Rückenlehne und Armstützen sehr hilfreich, um sich zwischendurch ausruhen zu können. Vor allem für Senioren die im Gebiet selbst nur noch spazieren gehen können. Gerade für ältere Menschen ist es beruhigend zu wissen, dass man sich im eigenen Wohngebiet sicher bewegen kann.

Viele ältere Menschen fahren nicht mehr Auto. Bushaltestellen sollten in kurzer Entfernung erreichbar und barrierefrei gestaltet sein, also mehr als nur die eine vor der heutigen Kindergartenstelle. Wartebereiche sollten überdacht sein und Sitzmöglichkeiten bieten Ein ergänzender Ruf- oder Bürgerbus für ältere Menschen wäre eine große Hilfe.Dinge des täglichen Bedarfs in fußläufiger Nähe. Für uns ist es sehr wichtig, dass Einkäufe und Besorgungen ohne weite Wege möglich sind.Wir regen an, im oder direkt am neuen Baugebiet folgende Angebote vorzusehen: Ein kleiner Supermarkt oder Nahversorger, Bäckerei, Apotheke.

So könnten auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität weiterhin selbstständig bleiben.Zusammenleben von Jung und Alt

Wir wünschen uns ein Wohngebiet, in dem sich Jung und Alt begegnen und gegenseitig unterstützen können. Ein Nachbarschaftstreff oder Gemeinschaftsraum für Gespräche, Spielenachmittage oder kleine Veranstaltungen Grünflächen mit Sitzgelegenheiten, die sowohl von Familien als auch von älteren Menschen genutzt werden können. Spielplätze mit Bänken in der Nähe, damit Großeltern ihre Enkel begleiten können. Solche Orte fördern das Miteinander und verhindern Einsamkeit. Unser Wunsch: Wir bitten die Stadt, bei der weiteren Planung besonders auf Barrierefreiheit, kurze Wege und eine gute Grundversorgung zu achten. Ein Wohngebiet ist nicht nur eine Ansammlung von Häusern, sondern ein Lebensraum für Menschen in allen Lebensphasen.

Vielen Dank, dass unsere Anregungen im Rahmen der Bürgerbeteiligung berücksichtigt werden.

Gehbehindertes Ehepaar im aktuellen Neubaugebiet Winsener WS
Reference No.: 2026-18826
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