Verkehrsprüfung für Baustellenverkehr
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Anwohner der Astrid-Lindgren-Straße nehme ich zur geplanten verkehrlichen Erschließung des neuen Baugebiets wie folgt Stellung:
Die vollständige Anbindung von ca. 300 Wohneinheiten über ausschließlich eine bestehende Wohngebietsstraße wirft aus meiner Sicht erhebliche verkehrliche und abwägungsrelevante Fragen auf.
- Leistungsfähigkeit und VerkehrszunahmeDie Prognose basiert auf einer Verkehrserhebung an einem einzelnen Werktag. Es ist nicht erkennbar, ob Sensitivitätsanalysen oder Worst-Case-Szenarien berücksichtigt wurden. Angesichts der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsbelastung erscheint eine vertiefte Betrachtung der Spitzenstunden erforderlich.
- Straßengeometrie und BegegnungsverkehrDie Astrid-Lindgren-Straße ist als Tempo-30-Zone mit Kurvenbereichen und Wohngebietscharakter ausgestaltet. Eine nachvollziehbare Prüfung der tatsächlichen Begegnungssituation – insbesondere für Baustellen- und Schwerverkehr – ist aus den Unterlagen nicht ausreichend ersichtlich.Insbesondere bitte ich um Darlegung, ob Schleppkurvennachweise und Engstellenanalysen unter realistischen Bedingungen (inkl. parkender Fahrzeuge) durchgeführt wurden.
- BaustellenverkehrFür die Bauphase ist eine erhebliche zusätzliche Belastung durch Schwerlastverkehr zu erwarten. Eine gesonderte Bauphasenanalyse oder Prüfung einer temporären Baustellenzufahrt ist nicht erkennbar dokumentiert.
- AlternativenprüfungEs ist nicht nachvollziehbar, ob alternative oder ergänzende Erschließungsvarianten geprüft und abgewogen wurden. Angesichts der Größe des Baugebiets erscheint eine vertiefte Variantenprüfung geboten.
Ich bitte darum, diese Punkte im weiteren Verfahren vertieft zu prüfen und transparent darzustellen, um eine rechtssichere und für die Bestandsanwohner zumutbare Lösung sicherzustellen.
Mit freundlichen Grüßen