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Fassadenbegrünung in der Innenstadt wieder aufleben lassen

Heiß
Besonders in der Innenstadt, aber auch überall sonst möglich
Habe ich öfter beobachtet

Zusammenfassung des Vorschlags: Die vorhandenen Pflanzstellen und Rankhilfen in der Innenstadt erfassen, auf ihre Eignung prüfen und anschließend gemeinsam mit Stadt, WVG, WWG und ggf. weiteren Gebäudeeigentümerinnen und -Eigentümern, wie die Universität oder Stadt ein standortgerechtes Pflanzkonzept entwickeln und schrittweise umsetzen.

In der Greifswalder Innenstadt gibt es bereits an zahlreichen Gebäuden Rankhilfen bzw. Befestigungsmöglichkeiten für eine Fassadenbegrünung. Auch am Boden sind teilweise noch Pflanzgefäße oder ehemalige Pflanzstellen vorhanden, bei denen der Gehweg zugunsten von Begrünung geöffnet wurde. Die baulichen Voraussetzungen für eine stärkere Begrünung sind damit an vielen Stellen bereits vorhanden.

Daher könnte ein bereits vor Jahren begonnener Ansatz zur Begrünung der Innenstadt wieder aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Ziel sollte sein, die vorhandenen Rankhilfen und Pflanzstellen wieder zu nutzen und schrittweise mit geeigneten Kletterpflanzen zu bepflanzen.

Eine solche Begrünung könnte mehrere positive Effekte miteinander verbinden: Sie bringt mehr Grün in die dicht bebaute Innenstadt, schafft Nahrungs- und Lebensräume für Insekten und Vögel und trägt zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Insbesondere an sonnenexponierten Fassaden können Kletterpflanzen zur Verschattung beitragen und damit die Aufheizung von Gebäuden und des öffentlichen Raums reduzieren. Gleichzeitig können begrünte Fassaden das Stadtbild aufwerten und auch auf sehr kleinen Flächen zusätzliche Vegetation in die Innenstadt bringen.

Für die Bepflanzung sollten möglichst insektenfreundliche, trockenheitsverträgliche und nicht invasive Kletterpflanzen ausgewählt werden, die sich für die jeweiligen Standorte eignen und die Fassaden nicht beschädigen. Denkbar wären beispielsweise verschiedene Waldreben (Clematis), Geißblatt-Arten (Lonicera), Hopfen (Humulus lupulus) oder geeignete Kletterrosen. An entsprechend geeigneten Fassaden könnte auch Wilder Wein (Parthenocissus) eingesetzt werden. Besonders interessant wären dabei auch heimische Arten bzw. Sorten, die ein möglichst vielfältiges Blüten- und Nahrungsangebot für Insekten schaffen.

Die konkrete Auswahl sollte standortbezogen erfolgen und unter anderem Sonneneinstrahlung, Bodenverhältnisse, Wasserangebot, verfügbare Pflanzfläche und vorhandene Rankhilfen berücksichtigen. Wo möglich, sollte auf eine Mischung verschiedener Arten geachtet werden, sodass über einen möglichst langen Zeitraum im Jahr Blüten und andere Strukturen für die heimische Tierwelt zur Verfügung stehen.

Wichtig wäre außerdem, die Pflanzen so auszuwählen und zu führen, dass die Bausubstanz nicht beeinträchtigt wird. Bei empfindlichen oder gedämmten Fassaden sollten insbesondere Gerüstkletterpflanzen verwendet werden, die an den bereits vorhandenen Rankhilfen wachsen. Selbstklimmer wie Wilder Wein oder Efeu sollten dagegen nur dort eingesetzt werden, wo die Fassade dafür geeignet und baulich intakt ist.

Bei der Umsetzung sollten z. B. die WVG und WWG frühzeitig einbezogen werden, damit auch Gebäude in ihrem Bestand berücksichtigt werden können und gemeinsam geeignete Pflanzen, Rankhilfen und Pflegekonzepte ausgewählt werden. Auch private Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer sollten einbezogen und unterstützt werden.

So könnte aus den bereits vorhandenen Ansätzen schrittweise wieder ein zusammenhängendes Begrünungskonzept für die Greifswalder Innenstadt entstehen, das Klimaanpassung, Artenvielfalt und eine attraktive Innenstadt miteinander verbindet.

 

 

nrhgw26
Reference No.: 2026-19829
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