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Information

Die Stadt Memmingen sieht sich mit zahlreichen Wünschen bezüglich der Zukunft Steinheims konfrontiert, deren Umsetzung in hohem Maße von der Entscheidung für oder gegen eine Umfahrung abhängt. 

Um ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung zu erhalten, ob die bisher vorgestellten Planungen, Grundlagen und Zielvorstellungen die Öffentlichkeit erreicht haben und ob eine Ortsumfahrung und damit Entlastung des Ortsteils seitens der Bevölkerung gewünscht ist, wird die vorliegende Umfrage durchgeführt. 

Wir erhoffen uns hiervon ein ehrliches Feedback aus der Gesellschaft, welches Einzug in die weiteren Überlegungen finden soll. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei der Abstimmung! 

Der Ortsteil Steinheim ist seit vielen Jahren stark von Durchgangsverkehr geprägt, der neben der Belastung der direkten Anlieger auch dazu führt, dass Stadtentwicklungsprozesse im Bereich der Ortsmitte ausgebremst bis verhindert werden.

Die im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen Steinheim entwickelten Maßnahmen zur Belebung des Zentrums sind unter den aktuellen Bedingungen nicht umsetzbar.

Darüber hinaus entstehen regelmäßig gefährliche Situationen für Fußgänger, insbesondere für Schüler, die in den verkehrsstärksten Stunden des Tages die Heimertinger Straße überqueren müssen.

Die gesamtstädtischen Verkehrsprognosen ergeben für die Zukunft eine weitere Zunahme der Verkehrsströme im Bereich der Europastraße, die mittelfristig weiter belastet sein wird. Auch diese Situation kann mit einer Umfahrung Steinheims deutlich entlastet werden. 

Im Ergebnis eines mehrjährigen Planungsprozesses hat sich die aktuell favorisierte Variante VII als geeignetste Alternative für eine Ortsumfahrung Steinheim herausgestellt. Das Konfliktpotential dieser Variante liegt unter Berücksichtigung des Entlastungseffekts für den Ortsteil Steinheim und in Bezug auf die Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Nutzflächen weit unter dem der zuvor untersuchten Varianten. 

Mit Umsetzung der Umfahrung Steinheim wird die bisher über die Heimertinger Straße durch Steinheim verlaufende Staatsstraße 2031 auf die Trasse der Umfahrung verlegt und die Heimertinger Straße zur kommunalen Straße in städtischer Verwaltung. 

Nur durch diese Umwidmung werden die Maßnahmen der Vorbereitenden Untersuchungen überhaupt erst möglich. 

Künftige Umbaumaßnahmen im Bereich der Heimertinger Straße werden durch die Stadt Memmingen in Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben (Städtebauförderung) umgesetzt. Bei diesen Umbaumaßnahmen fallen keine Kosten für die Eigentümer entlang der Heimertinger Straße an. 

Von Memmingen in Richtung Norden fahrend, biegt die Variante VII hinter dem Feuerwehrhaus Amendingen in Richtung Westen ab und wird über den Oberen Buxheimer Weg an die Europastraße angeschlossen und dort weiter in Richtung Norden geführt. 

Die Heimertinger Straße im Norden von Steinheim muss gekappt werden, um eine Durchfahrt für den überörtlichen Verkehr durch Steinheim zu verhindern.

Die Heimertinger Straße soll im Norden für den Busverkehr sowie für den landwirtschaftlichen Nutzverkehr und Rettungsfahrzeuge weiterhin geöffnet bleiben. Die Straße selbst wird dann jedoch zurückgebaut und kann künftig nur einstreifig von den oben genannten Fahrzeugen befahren werden.

Die Heimertinger Straße im Süden Steinheims wird in dem Teilbereich zwischen Feuerwehr Amendingen und der Ortseinfahrt Steinheim Süd zurückgebaut und vollständig auf die künftige Ortsumfahrung Steinheim verlagert. Für den Radverkehr bleibt die Verbindung weiterhin befahrbar. 

Die zukünftige Ortsumfahrung Steinheim hält einen Mindestabstand von 200 m zur bestehenden und zukünftigen Wohnbebauung Steinheims ein. Durch den Abstand von 200 m ist der Lärmschutz in Bezug auf die umgebende Wohnnutzung aller Voraussicht nach gewährleistet. Im jetztigen Stadium der Planungen wurde die Thematik jedoch noch nicht final geprüft. Stellt sich im Zuge der konkreten Detailplanung heraus, dass der Lärmschutz nicht vollständig sichergestellt ist, sind geringfügige Verlagerungen der Trasse sowie aktive Lärmschutzmaßnahmen zu prüfen. Bei der dargestellten Linienführung handelt es sich also noch nicht um die finale Trasse, diese kann auch im Zuge der Berechnungen zum Lärmschutz in Teilbereichen geringfügig verlagert werden.  

Die geplante Umfahrung hat auch Auswirkungen auf die Egelseer Straße (St 2013), die mit Verlagerung der bisherigen Straßenkategorie (Staatsstraße) auf die künftige Ortsumfahrung ebenfalls zu einer kommunalen Straße umgewidmet wird.

Aktuell bestehen rechtlich noch keine Möglichkeiten für die Stadt Memmingen, hier gezielt eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h festzulegen. Wenn sich diesbezüglich in Zukunft Änderungen an den bundesrechtlichen Vorgaben ergeben, wird durch die Abstufung zur Gemeindestraße auch eine Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit im Bereich der Egelseer Straße möglich. Dies wäre bei einer Staatsstraße nicht möglich. 

Bezüglich der Verkehrsbelastung der Egelseer Straße ergeben sich bei Umsetzung der geplanten Ortsumfahrung mit Kappung des nördlichen Teils der Heimertinger Straße ebenfalls Veränderungen. Im Vergleich zur Situation ohne Umfahrung erhöhen sich die Verkehrszahlen in der Egelseer Straße aufgrund des Ziel- und Quellverkehrs aus Steinheim. Einige Fahrzeuge, die bisher über die Heimertinger Straße nach Norden und zum Teil nach Süden gefahren sind, nutzen künftig die Egelseer Straße, um auf die Europastraße zu gelangen. Es kommt demnach zu einer teilweisen Verlagerung der Steinheimer Verkehre und somit zu einer leichten Neubelastung der Egelseer Straße zugunsten einer deutlichen Entlastung der Heimertinger Straße. 

Wenn die Staatsstraße (St 2031) von Steinheim auf die Europastraße verlagert wird, muss auch hier sichergestellt sein, dass der zukünftige überregionale Verkehr aufgenommen und flüssig abgeleitet werden kann. Um dies sicherzustellen, wurden die bestehenden Knotenpunkte im Bereich der Europastraße verkehrsplanerisch untersucht. 

Bei den Berechnungen kam heraus, dass die Europastraße und die bestehenden Knotenpunkte den kommenden Verkehr grundsätzlich aufnehmen können. Lediglich in der sogenannten  Morgenspitze geraten die Knotenpunkte Kreisverkehr Egelsee, Kreuzung Europastraße / Unterer Buxheimer Weg und Kreuzung  Europastraße / Oberer Buxheimer Weg an ihre Kapazitätsgrenzen. Diese drei bestehenden Knotenpunkte müssen daher  wie folgt geringfügig umgebaut bzw. angepasst werden.

 

Die Verkehrszahlen, die in den folgenden Plänen dargestellt sind, beziehen sich auf die Verkehrsprognose bis 2034. Hier sind die zuküntigen Entwicklungsflächen (Gewerbegebiet Nord, neuer Klinikumsstandort sowie Wohnbauentwicklungsflächen) mit aufgenommen worden. Darüber hinaus wurde der Modal Split an die Situation in Memmingen angepasst - das bedeutet, dass die zukünftigen Regio-S-Bahn-Haltestellen sowie der Rad- und Fußverkehr und der Ausbau des ÖPNV in die Prognosen einbezogen wurden. Auch die Ziele des Klimaschutzkonzeptes wurden mit beachtet. 

In obigem Plan "Verkehrsmengen Prognosebezugsfall 2034 [Kfz/24h]" ist dargestellt, wie sich die Verkehrsmengen bis 2034 im Norden von Memmingen ohne eine Ortsumfahrungsstraße von Steinheim voraussichtlich entwickeln.

Im Plan "Verkehrsmengen Prognoseplanfall 2034 Umfahrung Steinheim [Kfz/24h]" sind die Verkehrsmengen dargestellt, wie sich der Verkehr bis zum Jahr 2034 darstellt, wenn die Variante VII umgesetzt wird. Im direkten Vergleich zum Prognosebezugsfall ist hier klar ersichtlich, dass der überörtliche Verkehr durch Steinheim deutlich abnimmt. 

In oben stehendem Plan "Differenz Prognoseplanfall Umfahrung Steinheim - Prognosebezugsfall 2034 [Kfz/24h]" lassen sich die Differenzen beider Prognosen ablesen. Es ist ersichtlich, dass der Verkehr durch die Ortsumfahrung Steinheim deutlich abnimmt.

In den grün dargestellten Straßenabschnitten nimmt der Gesamtverkehr des betroffenen Bereiches ab, während in den rot dargestellten Bereichen die Verkehrsmengen steigen. Die in der Egelseer Straße dargestellte Mehrbelastung mit 3.600 Fahrten pro Tag setzt sich ausschließlich aus dem Ziel- und Quellverkehr der Steinheimer Wohngebiete zusammen. 

Die im Unteren Buxheimer Weg dargestellten zwei Zahlen mit 3.700 Kfz/24h und 1.400 Kfz/24h kommen von der zukünftigen Erschließung des Gewerbegebietes. Zukünftig kann die Erweiterung des Gewerbegebeites Nord über eine Parallelstraße östlich der Europastraße erfolgen. 

Seitens des Staatlichen Bauamtes Kempten sind die Bedingungen für eine Verlegung der Staatsstraße wie folgt formuliert worden: 

  • die Alternativtrasse muss anbaufrei bleiben, 
  • der Verkehr muss zuverlässig abgewickelt werden und 
  • die Trasse muss lückenlos an das übergeordnete Verkehrsnetz angebunden sein.

Diese Bedingungen werden von den Bestandsstraßen, die als Alternativtrassen untersucht worden ist, nicht erfüllt. 

Wenn die Ortsumfahrung nicht umgesetzt wird, gibt es aktuell keine Möglichkeit die bestehende Staatsstraße (St2031) zu verlegen.

Die zahlreichen geplanten Maßnahmen zur Aufwertung der Ortsmitte sind dann nicht umsetzbar.

Bei Stau auf der A7 wird weiterhin auf die Europastraße und bei Überlastung dieser, auf die Ortsdurchfahrt Steinheim ausgewichen.

Für die Steinheimer Bevölkerung ist das vor allem an den Wochenenden eine regelmäßige und ernst zu nehmende Belastung

Darüber hinaus werden mittelfristig die Verkehrsströme im Bereich der Europastraße deutlich zunehmen. Eine Entlastungswirkung, wie sie durch die geplante Umfahrung eintreten würde, ist dann nicht möglich

Das Gewerbegebiet Nord, welches sich zukünftig entlang der Europastraße weiterentwickeln wird, ist unabhängig von einer Ortsumfahrung. Im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans werden in diesem Bereich Gewerbeflächen dargestellt. 

2014  Vorstellung erster Überlegungen zu einer möglichen Umfahrungsstraße "Steinheim West" im Stadtrat 

2017  Beauftragung der Verwaltung durch den Stadtrat, eine mögliche Umfahrung des Ortsteils weiter zu prüfen

2019  Sachstandsbericht zur Verkehrsanalyse und Variantenuntersuchungen I-III im Stadtrat 

2020 Beschluss der VU Steinheim: umfassende Umgestaltung der Ortsmitte unter der Voraussetzung, dass die Verkehrsbelastung deutlich reduziert wird. Die Planungen und Untersuchungen zu einer möglichen Umfahrung sollen weiterverfolgt werden. 

2021 Stadtratsklausur mit Vorstellung und Diskussion der Varianten I-VI, Informationsabend zur Bürgerbeteiligung mit Vorstellung der Varianten I-VI, Onlinebeteiligung, Entwicklung einer Variante VII mit dem Staatlichen Bauamt  Abstimmungsgespräche mit der Gemeinde Heimertingen bezüglich einer Anbindung an die Anschlussstelle Berkheim  

2023  Vorstellung der Variante VII im Stadtrat und in der Bürgerschaft, Onlinebefragung zur Umfahrung ​​​

Gerne können Sie sich einen Überblick über die Variantenunterschung der Trassen I - VI auf der Internetseite der Stadt Memmingen unter folgendem Link verschaffen: 

Bauwesen und Stadtplanung in Memmingen: Variantenuntersuchung zur Ortsumfahrung Steinheim - Varianten I - VI

 

Contact

Stadtplanungsamt Memmingen

Schlossergasse 1
87700 Memmingen

Telephone: 08331 850 519

stadtplanung@memmingen.de

https://bauwesen.memmingen.de/ortsumfahrung-steinheim.html

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