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[Kapitel in Bearbeitung] 

Sprachplanung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess (AP11, These 8). Die Serbska rěcna strategija ist von Beginn an als lebendes Dokument konzipiert, das regelmäßig überprüft, aktualisiert und an sich verändernde Bedingungen angepasst wird. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie diese Fortschreibung institutionell gesichert und prozessual nachhaltig und langfristig gesteuert werden kann.

Zwei Bedingungen sind hierfür grundlegend. Erstens braucht Sprachplanung eine belastbare Wissensgrundlage: Fortschreibung ohne Monitoring ist blind; ohne Evaluationsergebnisse lässt sich nicht beurteilen, welche Maßnahmen wirken, welche angepasst werden müssen und wo neue Prioritäten zu setzen sind. Das in Kapitel 9 entwickelte Monitoring- und Evaluationskonzept ist daher keine nachgelagerte Ergänzung, sondern strukturelle Voraussetzung für die Fortschreibungsfähigkeit der Strategie.

Zweitens setzt nachhaltige Fortschreibung die aktive Mitwirkung der relevanten Akteur:innen voraus. Dokumente, die ohne Beteiligung überarbeitet werden, verlieren rasch an Legitimität und Verbindlichkeit. 

 Sprachpolitisch identifizierte Lücken – insbesondere die kommunale Ebene und die Wissenschaftspolitik (Lehrerausbildung, Hochschulangebote) – sind in der Fortschreibung systematisch zu adressieren (AP11, These 18). Die Strategie empfiehlt einen regulären Überprüfungszyklus von drei bis fünf Jahren, ergänzt um anlassbezogene Anpassungen bei veränderten Rahmenbedingungen (neue Förderperioden, Monitoringergebnisse, politische Veränderungen). Langfristig können auch Synchronisierungen mit Zyklen beispielsweise staatlicher Monitoringprozesse oder Sprachenpläne bzw. Die Integration der staatlichen Pläne als Teilpläne der Rěcna strategija angestrebt werden. Entscheidungen hierüber sollten aber erst nach erfolgreich abgeschlossenen Zyklen der Rěcna strategija und Erfahrungen mit ihrer Umsetzung und Fortschreibung getroffen werden.

TeilgruppeBeschreibung & BedarfeZieleMaßnahmenVerantwortlichSprachpolitisches Netzwerk (Koordinationsgremium)    Staatliche Institutionen (MWFK, MBJS, Stiftung)    Zivilgesellschaftliche Träger (Domowina, WITAJ, SI)    Kommunen und Landkreise    Wissenschaft (BTU, Universität Leipzig, Sorbisches Institut)    
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