
Folgende Bedarfe und Herausforderungen, Chancen sowie Maßnahmen und Projekte wurden in der Arbeitsgruppe diskutiert:
Bedarfe und Herausforderungen
- Vielen Vereinen fehlt es an Nachwuchs – sowohl bei Arbeitseinsätzen als auch bei der Übernahme von Leitungsfunktionen und Vereinsämtern.
- Ehrenamtlich Engagierte helfen häufig nur punktuell. Für längerfristige Aufgaben oder die dauerhafte Übernahme von Verantwortung finden sich deutlich weniger Personen.
- In einigen Vereinen können wichtige Ämter kaum noch besetzt werden. Dadurch verteilt sich die Arbeit auf wenige Aktive, die entsprechend stark belastet sind.
- Häufig engagieren sich immer dieselben Personen. Da viele Helferinnen und Helfer zugleich in mehreren Vereinen aktiv sind, besteht zudem ein erhöhter Abstimmungsbedarf.
- Bestehende Kommunikationswege reichen nicht aus, um alle Interessierten zu erreichen. Insbesondere das Amtsblatt wird von vielen Menschen nicht mehr regelmäßig gelesen.
- Der WhatsApp-Kanal der Verwaltungsgemeinschaft ermöglicht zwar die Verbreitung von Informationen, bietet jedoch keine Möglichkeit zum direkten Austausch oder zur Beteiligung an Diskussionen.
- Zugezogene werden bislang nur teilweise durch die Angebote der Vereine erreicht und in das örtliche Gemeinschaftsleben eingebunden. Dabei ist unklar, ob Informationen fehlen, Zugänge zu den Angeboten nicht bekannt sind oder grundsätzlich wenig Interesse besteht.
- Bei mehreren Vereinsheimen besteht Sanierungsbedarf. Umfang und Dringlichkeit unterscheiden sich je nach Ort und Verein.
Chancen
- Eine stärkere vereins- und ortsübergreifende Zusammenarbeit kann Ressourcen bündeln und gemeinsame Angebote ermöglichen.
- Gemeinsame Veranstaltungen oder Ausflüge könnten besser organisiert und stärker ausgelastet werden, beispielsweise durch die vereinsübergreifende Nutzung eines Busses.
- In der Region bestehen bereits erfolgreiche Beispiele der Zusammenarbeit, etwa in der gemeinsamen Jugendarbeit der Musikvereine oder beim Zusammenschluss zweier Feuerwehren.
- Die bereits auf Gemeindeebene stattfindende Abstimmung von Vereinsterminen könnte auf die gesamte ILE-Region ausgeweitet werden.
- Teilweise gibt es bereits einen informellen Austausch zwischen Vereinen. Dieser könnte strukturiert und dauerhaft organisiert werden.
- Bestehende WhatsApp-Gruppen und der WhatsApp-Kanal der Verbandsgemeinde bieten eine gute Grundlage, um die digitale Kommunikation weiterzuentwickeln.
Maßnahmen und Projekte
- Aufbau eines Vereinsnetzwerks für einen regelmäßigen vereins- und ortsübergreifenden Austausch.
- Entwicklung gemeinsamer Angebote für Kinder und Jugendliche, beispielsweise einer ortsübergreifenden Jugendfeuerwehr oder gemeinsamer Nachwuchsarbeit mehrerer Vereine.
- Erstellung einer Übersicht über Geräte, Fahrzeuge, Räume und weitere Ressourcen der Vereine, die gegenseitig ausgeliehen oder gemeinsam genutzt werden können.
- Einführung einer digitalen Kommunikations- und Austauschplattform, auf der Informationen geteilt, Rückfragen gestellt und Diskussionen geführt werden können.
- ILE-weite Abstimmung wichtiger Vereinstermine, um Überschneidungen zu vermeiden und gemeinsame Aktivitäten besser zu planen.
- Benennung einer neutralen Koordinationsstelle, die den Aufbau des Netzwerks anstößt, den Austausch organisiert und die Vereine bei gemeinsamen Projekten unterstützt.