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Pinnwand Werkstatt Landschaft und Ökologie

Folgende Bedarfe und Herausforderungen, Chancen sowie Maßnahmen und Projekte wurden in der Arbeitsgruppe diskutiert:

Bedarfe und Herausforderungen

  • Viele Projekte im Bereich Natur, Landschaft und Wasserwirtschaft laufen bislang unabhängig voneinander. ILE-weit fehlt ein regelmäßiger Austausch zwischen den beteiligten Kommunen, Initiativen, Flächeneigentümern und Behörden.
  • Die Kommunikation mit zuständigen Fachstellen, insbesondere dem Wasserwirtschaftsamt, wird als ausbaufähig wahrgenommen. Laufende Maßnahmen und Zuständigkeiten sind teilweise nicht ausreichend bekannt.
  • Für den Aufbau eines Biotopverbunds müssen Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bewirtschaftende frühzeitig informiert und eingebunden werden. Geeignete Informations- und Beratungsangebote fehlen bislang.
  • Der starke Pflanzenbewuchs in der Egau wird von Teilen der Bevölkerung als problematisch empfunden. Es braucht ein fachlich abgestimmtes Konzept, das die Gewässerökologie, die Wasserqualität und die frühere Nutzung und Pflege berücksichtigt.
  • Streuobstwiesen verlieren durch fehlende Pflege, ungeeignete Bewirtschaftung und eine geringe wirtschaftliche Nutzung zunehmend an Qualität. Gleichzeitig fehlt es teilweise an Wertschätzung und Wissen über ihre ökologische Bedeutung.
  • Sickerwasser, überlaufende Gräben und die Ableitung von Wasser in die Kläranlagen stellen die Gemeinden vor wachsende Herausforderungen.
  • Für Hochwasser- und Starkregenereignisse fehlen teilweise abgestimmte und langfristige Lösungen.
  • Bei der Einrichtung eines gemeinsamen Ökokontos bestehen offene Fragen, etwa zum Umgang mit bereits umgesetzten Maßnahmen und zur Sicherung geeigneter Flächen innerhalb der ILE-Region.
  • Für Pflanzungen und ökologische Aufwertungen stehen nicht immer geeignete Grundstücke zur Verfügung. Insbesondere der Grunderwerb für Baumreihen ist in der Vergangenheit teilweise gescheitert.

Chancen

  • Eine gemeinsame Übersicht kommunaler Flächen in einem Geoinformationssystem kann als Grundlage für einen ILE-weiten Biotopverbund und ein gemeinsames Ökokonto dienen.
  • Durch die Vernetzung von Biotopen, Hecken, Baumreihen und weiteren Landschaftselementen kann die Agrarlandschaft vielfältiger und ökologisch widerstandsfähiger gestaltet werden.
  • Die naturnahe Entwicklung der Egau bietet Chancen für die Gewässerökologie, die Aufenthaltsqualität und den natürlichen Wasserrückhalt.
  • Wasserrückhaltesysteme in der Landschaft können dazu beitragen, Starkregenfolgen zu verringern, Grundwasser zu fördern und Trockenperioden besser zu bewältigen.
  • Das Dattenhauser Ried bietet gute Voraussetzungen, um Wasserrückhalt, Umweltbildung und naturverträgliche Besucherlenkung miteinander zu verbinden.
  • Der Härtsfeldsee und das Wittislinger Ried könnten ökologisch und landschaftlich weiter aufgewertet werden.
  • Das Radwegenetz kann durch Baumreihen und ein abgestimmtes Beschattungskonzept attraktiver und besser an steigende Temperaturen angepasst werden.
  • Durch eine stärkere Nutzung und Vermarktung von Streuobst können Pflege, Wertschätzung und regionale Wertschöpfung gefördert werden.

Maßnahmen und Projekte

  • Aufbau eines regelmäßigen Austauschs zwischen Kommunen, Projektträgern, Fachbehörden, Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Bewirtschaftenden.
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen und Beratungen zum Biotopverbund, zu Fördermöglichkeiten und zur Bereitstellung geeigneter Flächen.
  • Erstellung einer ILE-weiten Flächenübersicht als Grundlage für einen Biotopverbund und ein gemeinsames Ökopunktekonto.
  • Entwicklung eines naturschutzfachlich abgestimmten Pflege- und Entwicklungskonzepts für die Egau. Eingriffe wie das Ausbaggern sollten vorab sorgfältig auf ihre ökologischen Auswirkungen geprüft werden.
  • Entwicklung einer Schwammregion mit dezentralen Maßnahmen zum Wasserrückhalt in der Fläche.
  • Erarbeitung eines gemeinsamen Hochwasser- und Starkregenmanagements für die ILE-Region.
  • Förderung und Weiterentwicklung des Wasserrückhalts im Dattenhauser Ried sowie Umsetzung des bereits geplanten Besucherkonzepts.
  • Aufwertung des Härtsfeldsees und des Wittislinger Rieds unter Berücksichtigung ökologischer und landschaftlicher Ziele.
  • Sicherung geeigneter Flächen für Baumreihen, Beschattung entlang von Radwegen und weitere Maßnahmen des Biotopverbunds.
  • Entwicklung von Pflege-, Nutzungs- und Vermarktungskonzepten für Streuobstwiesen.
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