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Pinnwand der Arbeitsgruppe Lokale Gewerbeentwicklung

Folgende Bedarfe und Herausforderungen, Chancen sowie Maßnahmen und Projekte wurden in der Arbeitsgruppe diskutiert:

Bedarfe und Herausforderungen

  • Die Entwicklung und Gestaltung von Gewerbeflächen ist mit mehreren Unsicherheiten verbunden. Häufig ist unklar, für welche Zielgruppen Flächen benötigt werden und welche Grundstücke tatsächlich verfügbar sind.
  • In Mödingen besteht derzeit nur eine geringe Nachfrage nach neuen Gewerbeflächen. Obwohl grundsätzlich weitere Flächen ausgewiesen werden könnten, fehlt dafür aktuell eine ausreichende wirtschaftliche Perspektive.
  • Auch aus kommunaler Sicht sind die langfristigen Bedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbeflächen nur schwer einzuschätzen.
  • Viele Betriebe würden sich grundsätzlich gerne weiterentwickeln, können Erweiterungen aufgrund fehlender Fach- und Arbeitskräfte jedoch nicht umsetzen.
  • Ausbildungsberufe und handwerkliche Tätigkeiten werden bei der Berufswahl teilweise zu wenig berücksichtigt. Gesellschaftliche Erwartungen begünstigen häufig ein Studium gegenüber einer beruflichen Ausbildung.
  • Die Betriebe stehen bei der Gewinnung von Fachkräften in starker Konkurrenz zu größeren Städten und Wirtschaftsstandorten in der Umgebung. Dabei spielen auch Unterschiede bei Gehältern und Entwicklungsmöglichkeiten eine Rolle.
  • Für Betriebsbesichtigungen und ähnliche Formate stehen teilweise zu wenige Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, sodass einzelne Angebote nur schwer organisiert werden können.
  • Auch die Gewinnung neuer Mitglieder für die Wirtschaftsvereinigung gestaltet sich zunehmend schwierig.

Chancen

  • Eine stärkere öffentliche Sichtbarkeit der örtlichen Betriebe kann die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts erhöhen.
  • Die bestehenden Kommunikationskanäle und die Internetseite der Verwaltungsgemeinschaft bieten gute Möglichkeiten, Unternehmen, Ausbildungsplätze und berufliche Perspektiven vor Ort bekannter zu machen.
  • Durch eine frühzeitige Ansprache können Auszubildende für regionale Betriebe gewonnen und langfristig am Standort gehalten werden.
  • Eine gezielte Unterstützung von Gründungen kann neue wirtschaftliche Impulse schaffen und die Vielfalt der örtlichen Betriebe stärken.
  • Digitale Anwendungen und künstliche Intelligenz können Betriebe dabei unterstützen, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und personelle Engpässe teilweise auszugleichen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen bietet die Chance, jungen Menschen frühzeitig Einblicke in Ausbildungsberufe und regionale Karrierewege zu geben.
  • Bestehende Formate wie „Fit for Job“ in Höchstädt können als Anregung für eigene Angebote in der ILE-Region dienen.

Maßnahmen und Projekte

  • Aufbau eines Fachkräfteportals der Verbandsgemeinde mit Stellenangeboten, Ausbildungsplätzen, Praktika und Informationen zu regionalen Arbeitgebern.
  • Darstellung der örtlichen Betriebe und ihrer Angebote auf der Internetseite und über die Kommunikationskanäle der Verbandsgemeinde.
  • Entwicklung einer gemeinsamen Initiative, die Jugendliche für Ausbildungsberufe und insbesondere für handwerkliche Tätigkeiten begeistert.
  • Organisation eines „Markts der Möglichkeiten“, auf dem sich Betriebe, Schulen, Ausbildungsinteressierte und weitere Akteure austauschen können.
  • Ausbau der Kooperation zwischen Schulen und Wirtschaftsvertretungen, beispielsweise durch Betriebsbesuche, Praxistage und gemeinsame Informationsveranstaltungen.
  • Produktion eines gemeinsamen Imagefilms, der die Betriebe, Berufsbilder und Entwicklungsmöglichkeiten in der Verbandsgemeinde vorstellt.
  • Einrichtung von Beratungs- und Vernetzungsangeboten für Gründungsinteressierte und Unternehmen, etwa in Zusammenarbeit mit Banken und weiteren regionalen Partnern.
  • Prüfung kleiner, zielgerichteter Veranstaltungsformate als Alternative zu einer klassischen Gewerbeschau, die an die Größe der Betriebe und die regionale Konkurrenzsituation angepasst sind.
  • Vermittlung von Wissen und Praxisbeispielen zum Einsatz von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz in kleinen und mittleren Unternehmen.
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