
Die Jugendlichen wurden gefragt, wie sie es aktuell im Egautal finden, was sie gut finden und was sie nervt. Die Antworten auf diese Fragen wurden thematisch strukturiert:
Freizeitangebote- Die Jugendlichen bewerten mehrere bestehende Freizeitangebote im Egautal positiv. Besonders genannt wurden der Skaterplatz, der frei zugängliche Fußballplatz in Mödingen und die natürlichen Badeseen.
- Der Fußballplatz in Mödingen ist auch mit dem Fahrrad gut erreichbar und kann ohne Vereinsmitgliedschaft genutzt werden.
- Am Schabringer Badesee wird insbesondere der Kletterbaum mit einem Seil zum Schwingen gerne genutzt. Darüber hinaus fehlt es an den Badeseen jedoch an ergänzender Infrastruktur, beispielsweise einem Kiosk oder weiteren Freizeitangeboten.
- Der vorhandene Trimm-dich-Pfad wird von einigen Jugendlichen genutzt, ist jedoch in die Jahre gekommen und sollte erneuert und attraktiver gestaltet werden.
- Der Tennisplatz steht derzeit nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Die Jugendlichen wünschen sich eine Möglichkeit, ihn auch ohne Mitgliedschaft nutzen zu können.
- Als zusätzliche Angebote wurden eine Eisdiele und ein Spielplatz genannt, der gezielt auf die Interessen und Bedürfnisse älterer Kinder und Jugendlicher ausgerichtet ist.
- Mehrere bestehende Orte werden bereits regelmäßig als Treffpunkte genutzt. Dazu gehören der Bolzplatz und das Schulgelände in Wittislingen, die Bereiche bei Edeka und Penny sowie der Sportplatz in Ziertheim.
- Auch die neue Kneippanlage und der neue Spielplatz in Ziertheim werden von den Jugendlichen positiv bewertet.
- Der Spielplatz an der Kirche in Wittislingen dient häufig als Verabredungsort. Von dort aus starten die Jugendlichen beispielsweise gemeinsame Fahrradtouren.
- Gewünscht werden zusätzliche Treffpunkte, die auch bei schlechtem Wetter genutzt werden können und Raum für unterschiedliche Freizeitaktivitäten bieten.
- Zu den konkreten Vorschlägen gehören überdachte Aufenthaltsbereiche, ein Fußballkäfig sowie ein Platz zum Federballspielen.
- Besonders häufig wurde der Wunsch nach einem Biketrail oder Bikepark genannt. Die bestehenden Anlagen außerhalb der Region sind für viele Jugendliche nur schwer erreichbar.
- Für das Skaten wünschen sich die Jugendlichen zusätzliche Elemente, insbesondere weitere Treppen und geeignete Flächen.
- Die Jugendlichen stehen der Nutzung von Tablets im Schulunterricht grundsätzlich positiv gegenüber.
- Je nach Schule gelten unterschiedliche Regelungen dazu, ab welcher Klassenstufe Tablets genutzt werden und für welche Aufgaben sie eingesetzt werden dürfen. Teilweise stehen die Geräte erst ab der siebten oder achten Klasse zur Verfügung.
- In Zöschlingsweiler wird die Internet- und Mobilfunkverbindung als unzureichend wahrgenommen.
- Eine verlässliche digitale Anbindung ist für die Jugendlichen sowohl im schulischen Alltag als auch für Kommunikation und Freizeit von großer Bedeutung.
- Die Busverbindungen zu den Schulen werden insgesamt positiv bewertet. Lauingen, Dillingen und Wittislingen sind morgens grundsätzlich gut erreichbar.
- Am Nachmittag und in der Freizeit ist das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs dagegen eingeschränkt. Hobbys und Freizeitziele in benachbarten Orten können ohne Unterstützung der Eltern häufig nur schwer erreicht werden.
- Auch beliebte Ausflugsziele wie der Härtsfeldsee sind mit dem Bus nicht ausreichend angebunden.
- Das Fahrrad ist deshalb für viele Jugendliche ein wichtiges Verkehrsmittel – sowohl für den Schulweg als auch in der Freizeit.
- Mit der Radwegsituation sind die Jugendlichen insgesamt recht zufrieden. Einige Wege sind jedoch älter, nur teilweise ausgebessert oder weisen Schlaglöcher und unbefestigte Abschnitte auf.
- Der neue Radweg zwischen Wittislingen und Lauingen wird die derzeit schwierige Verbindung deutlich verbessern. Die Eröffnung ist für 2027 vorgesehen.
- Die Jugendlichen wünschen sich außerdem mehr Spielstraßen oder vergleichbare verkehrsberuhigte Flächen, auf denen Aktivitäten wie Federball sicher möglich sind.
- Die Jugendlichen nehmen wahr, dass es im Egautal nur eine begrenzte Zahl an Arbeitsplätzen gibt. Viele Eltern, ältere Geschwister und Bekannte pendeln zum Arbeiten in andere Orte.
- Gleichzeitig sind den Jugendlichen einzelne Beispiele von Ausbildungsplätzen innerhalb der Region bekannt, insbesondere in handwerklichen Berufen.
- Um regionale Betriebe und berufliche Möglichkeiten besser kennenzulernen, wünschen sich die Jugendlichen eine Berufsmesse.
- Eine regionale Minijob-Börse könnte Jugendlichen den Zugang zu ersten Arbeitserfahrungen erleichtern und gleichzeitig Betriebe bei der Suche nach Unterstützung stärken.