Instandsetzung verfügbarer Infrastruktur
Die Wege zwischen Toitenwinkel Dorf und Gehlsdorf befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Darüber hinaus entsteht vielerorts der Eindruck, dass der Radverkehr in der Verkehrsplanung deutlich hinter dem motorisierten Individualverkehr zurücksteht.
Besonders unverständlich ist für mich die Planung am Mühlendamm. Ich kann den Ansatz der neuen Brücke (ja sie entschärft die Kurve aber nur diese) nicht nachvollziehen. Warum wird nicht gleichzeitig mit der bestehenden Bahnbrücke (Geinitzbrücke) eine zusätzliche Brücke für den Rad- und Fußverkehr errichtet? Die notwendigen Zuwegungen sind bereits weitgehend vorhanden. Eine solche Querung könnte den Mühlendamm erheblich entlasten, ohne dass dafür eine Fahrspur für den Autoverkehr entfallen müsste.
Gleichzeitig würden Kassebohm und Brinkmannsdorf sowie Roggentin und Broderstorf deutlich besser an die Rostocker Innenstadt und den Hauptbahnhof angebunden. Lediglich zwischen dem Verbindungsweg und der Neubrandenburger Straße müsste noch ein entsprechender Weg geschaffen werden.
Pauschale Verweise auf die Deutsche Bahn als Hindernis überzeugen mich nicht. Städte wie Köln, Düsseldorf oder Frankfurt am Main zeigen, dass die Umsetzung entsprechender Infrastrukturprojekte im Umfeld von Bahnstrecken grundsätzlich möglich ist. Es sollte daher nicht darum gehen, Gründe gegen eine solche Lösung zu suchen, sondern ernsthaft zu prüfen, wie sie umgesetzt werden kann.
Ich wünsche mir eine Verkehrsplanung, die den Rad- und Fußverkehr nicht nur als Ergänzung zum Autoverkehr betrachtet, sondern als gleichwertigen Bestandteil einer zukunftsfähigen und leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur. Gerade an dieser Stelle bietet sich eine Chance, mit einer vergleichsweise überschaubaren zusätzlichen Wegeverbindung einen erheblichen Mehrwert für die gesamte Region zu schaffen.