Hundertmännerbrücke als Schulweg
Vom Doberaner Platz führt uns der tägliche Weg über die Hundertmännerbrücke zum Waldorfkindergarten und zur Werkstattschule.
Seit 3 Jahren fahren ich und mein Mann abwechselnd den Weg mit zwei kleinen Kindern (manchmal fahren sie selbst, manchmal sitzen sie im Hänger oder auf dem Fahrradsitz). Mittlerweile sind beide Kinder sichere Radfahrer. Aber die Hundertmännerbrücke ist eine von vielen Stellen auf dem Weg, die zu unsicher für meine Kinder sind, um sie eines Tages alleine fahren zu lassen.
Auf dem Fußweg braucht es viel Energie, um über die enormen Wurzelerhebungen bergauf zu fahren. Der Weg ist in Richtung der Häuser abschüssig, sodass man bei Laub oder Schneematsch vom Weg rutschen kann. Außerdem ist er sehr schmal und Fußgänger müssen uns Platz machen, sonst kann man nicht überholen.
Schlimmer als der Fußweg ist aber das Fahren auf der Straße. Das Überholverbot wird in ca. 70% der Fälle ignoriert. Autos fahren zum Anfassen dicht an einem vorbei, nicht selten schneller als 30km/h. Wenn sie doch mal hinter mir bleiben, fühle ich mich gejagd, wenn ich bergauf hinauf fahre und hinter mir eine lange Autoschlange schleicht. Manchmal schärt irgendwann eines der hinteren Autos aus, um alle zu überholen und bringt dadurch den Gegenverkehr, mich und sich in Gefahr.
Dieser Weg scheint alle Beteiligten aggressiv zu machen und die Regeln sind nicht allen klar - weder die max. Geschwindigkeit noch das Überholverbot gegenüber Radfahrern.
Vielleicht kann der Weg einspurig gestaltet werden, mit nur einer Autospur. Der Rest der Straße gehörte in zwei Richtungen dem Radverkehr. Bestenfalls getrennt vom Autoverkehr durch ein Hindernis wie Bordsteinkante/Leitplanke/Poller und wäre farbig unterlegt. Dann könnte ich an dieser Stelle meine Kinder unbesorgt fahren lassen.