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SROKA - Serbske rěcne planowanje

Niedersorbisch wurde aus vielen Lebensbereichen zurückgedrängt. Damit die Sprache in Zukunft wieder hör- und sichtbarer wird, sammeln wir hier eure Ideen.

Text diskutieren: Kapitel 1 bis 4 der Sprachstrategie / Kapitel 1 do 4 rěcneje strategije

How namakajoš prědne nacerjenje za prědne 4 kapitle. Pśidaj rad twóje myslenja, komentary a naraźenja! Gib hier deine Ideen und Anmerkungen zu den ersten vier Kapiteln ab.

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How namakajoš tuchylnu wersiju kapitla 1 do 4. Móžoš twóje myslenja, ideje a komentary k tomu pśidaś! Wažne widnišća za pósuźowanja su: -Jo tekst logiski strukturěrowane? -Su nejwažnejše dypki nutśi? -Co hyšći felujo?

Das Verhältnis dieser Strategie zu anderen Sprachplanungen relevanter Akteure / Pom...

3.1 Überblick: Bestehende Sprachplanungen und ihre Grenzen / Pśeglěd...

Sprachplanung für das Niedersorbische findet derzeit auf mehreren, weitgehend voneinander unabhängigen Ebenen statt. Das Land Brandenburg hat mit dem 2. Landesplan zur Stärkung der niedersorbischen Sprache (2022, erster Landesplan von 2016) einen staatlichen Aktionsplan vorgelegt, der sprachplanerische Ziele und Maßnahmen in Handlungsfeldern mit direkter staatlicher Zuständigkeit definiert. Das Mehrsprachigkeitskonzept des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (2023) beschreibt Maßnahmen für den niedersorbischen Bildungsbereich. Die Stiftung für das sorbische Volk steuert die institutionelle und Projekt-Förderung über ihre Förderrichtlinien. Das WITAJ-Sprachzentrum des Domowina - Bund Lausitzer Sorben e.V. betreibt eigene Programme zur Sprachförderung in früher Kindheit und Schule. Das Sorbische Institut führt Grundlagenforschung und wissenschaftliche Begleitforschung durch und stellt sprachliche digitale Ressourcen über das Portal niedersorbisch.de zur Verfügung. Die staatliche Arbeitsstelle für sorbische/wendische Bildungsentwicklung Cottbus (ABC, inzwischen Teil des 2025 neu geschaffenen Landesinstituts Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung LIBRA) entwickelt u. a. Curricula für den Niedersorbisch-Unterricht. Ebenfalls auf die Spracherwerbsplanung wirken sich kommunale Planungen wie beispielsweise die Schulentwicklungsplanung oder die Förderung der Schule für niedersorbische Sprache und Kultur aus.

Diese fragmentierte Planungslandschaft ist ein Ergebnis des deutschen Föderalismus und der historisch gewachsenen institutionellen Strukturen. Sprachplanung findet auf den Ebenen von Bund, Land, Kommunen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft statt, ohne dass sich diese Akteure bisher abgestimmt hätten oder eine koordinierende Instanz die Ausrichtung auf gemeinsame Ziele unterstützt und sichergestellt hätte (Kostiučenko et al. 2026/AP11). Die Serbska rěcna strategija soll diese Koordinationslücke schließen.

3.2 Die Strategie als übergreifender Koordinierungsrahmen / Strategija ako pśesegajucy ramik koordiněrowanja

Die vorliegende Strategie ist nicht als Konkurrenz zu bestehenden Planungen konzipiert, sondern als übergreifender Koordinierungsrahmen, dem sich alle Akteur:innen  freiwillig verpflichten können. Sie formuliert Gesamtziele, an denen sich Einzelplanungen orientieren, schafft Transparenz über Zuständigkeiten und Synergien und ermöglicht eine gemeinsame Erfolgsmessung.

Wo staatliche Planungen (Landesplan) gesetzliche Pflichten konkretisieren, setzt die Strategie Prioritäten und ergänzt diese durch zivilgesellschaftliche und institutionelle Verantwortlichkeiten. Wo Förderinstrumente (Stiftung) Ressourcen verteilen, gibt die Strategie eine inhaltliche Richtung vor. Die Strategie ist auf die Koordination des Sprachplanungsprozesses ausgelegt, nicht auf die Kontrolle der einzelnen Akteur:innen.

3.3 Verhältnis zu den Planungen ausgewählter Akteure / Poměr k planowanjam wubranych akterow

AkteurDokument / PlanungVerhältnis zur Serbska rěcna strategijaBundesrepublik DeutschlandInternationale Abkommen und BundesgesetzeSetzung des RechtsrahmensLand BrandenburgGesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften, Erlasse, RundschreibenSetzung des RechtsrahmensBund, Freistaat Sachsen, Land BrandenburgFinanzierungsabkommen für die Stiftung für das sorbische VolkSetzung des finanziellen Rahmens für die sorbische/wendische institutionelle und z. T. ProjektförderungMinisterium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK)2. Landesplan zur Stärkung der niedersorbischen Sprache (2022)setzt sprachplanerische Ziele; definiert Rechtsreglungen konkretisierende Maßnahmen für den staatlichen Verantwortungsbereich; ggf. an die Rěcna strategija anzupassen bzw. später zusammenzuführenMinisterium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS)Mehrsprachigkeitskonzept (2023), Curricula Sorbisch/Wendisch-Unterricht (LIBRA), Lehrkräfteeinsatz (Staatliches Schulamt)Rahmensetzung für die Spracherwerbsplanung im staatlichen Schulwesen; (Strategie setzt Bildungsziele, MBJS verantwortet Umsetzung) [abhängig vom Prozess] Stiftung für das sorbische VolkFörderrichtlinie (2025)  Rěcna strategija als Grundlage für Förderprioritäten [abhängig vom Prozess]Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., WITAJ-Sprachzentrum Programmatik[abhängig vom Prozess]Stiftung für das sorbische VolkDigitalkonzept (2021), Förderrichtlinie (2023) [abhängig vom Prozess]Sorbisches Institut e.V.Forschungsprogramm, Sorabistische ArbeitspapiereStrategie nutzt wissenschaftliche Ergebnisse; Forschungsbedarf wird delegiertBrandenburgische Technische Universität Cottbus–SenftenbergLehramtsausbildung Primarstufe [abhängig vom Prozess]Universität Leipzig, Institut für Sorabistik Lehramtsausbildung Primarstufe, Sekundarstufen I und II [abhängig vom Prozess]Kommunen / Landkreiseeigene SprachenpolitikenStrategie als Orientierungsrahmen; kommunale SelbstverpflichtungMaćica Serbska e.V., Niedersorbische SprachkommissionSprachkodifizierungRěcna strategija stellt auf Regelungskompetenz der Sprachkommission im Bereich Korpusplanung ab

3.4 Was diese Strategie nicht leistet / Co toś ta strategija njewugbajo

Die Strategie ersetzt keine staatlichen Aktionspläne und trifft keine Entscheidungen über die Verteilung von Fördermitteln. Sie ist kein Rechtsdokument und begründet keine einklagbaren Ansprüche. Sie kann nur dann wirksam werden, wenn die beteiligten oder zur Umsetzung nötigen Akteur:innen Verantwortung übernehmen, ihre Selbstverpflichtungen einhalten und die dafür notwendigen Ressourcen bereitstellen oder einwerben.

Die Strategie enthält keine detaillierten operativen Pläne für einzelne Institutionen – diese bleiben in deren Eigenverantwortung. Sie gibt jedoch den Rahmen vor, innerhalb dessen diese Pläne kohärent entwickelt werden sollten. 

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