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SROKA - Serbske rěcne planowanje

Niedersorbisch wurde aus vielen Lebensbereichen zurückgedrängt. Damit die Sprache in Zukunft wieder hör- und sichtbarer wird, sammeln wir hier eure Ideen.

Text diskutieren: Kapitel 1 bis 4 der Sprachstrategie / Kapitel 1 do 4 rěcneje strategije

How namakajoš prědne nacerjenje za prědne 4 kapitle. Pśidaj rad twóje myslenja, komentary a naraźenja! Gib hier deine Ideen und Anmerkungen zu den ersten vier Kapiteln ab.

Faza komentěrowanja / Kommentierphase active
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How namakajoš tuchylnu wersiju kapitla 1 do 4. Móžoš twóje myslenja, ideje a komentary k tomu pśidaś! Wažne widnišća za pósuźowanja su: -Jo tekst logiski strukturěrowane? -Su nejwažnejše dypki nutśi? -Co hyšći felujo?

Situationsanalyse / Analyza situacije

4.1 Sprachvitalität: Bestand und Tendenz / Rěcna witalnosć: Wobstatk a tendenca

Die Sprache befindet sich in einer postvernakulären Phase (Běrinkowa et al. 2026). Die intergenerationelle Weitergabe in Familien ist seit mehreren Generationen weitgehend unterbrochen. Niedersorbisch wird heute primär durch formale Bildung (Kita, Schule) und durch das freiwillige Engagement von Lerngemeinschaften erworben. Die Sprachgemeinschaft wird zunehmend von Neusprechenden getragen - Personen, welche diese durch Immersions- oder zweisprachige Bildungsprogramme, Wiederbelebungsprojekte oder als erwachsene Sprachschüler:innen erwerben (O’Rourke/Pujolar/Ramallo 2015, S. 1). Dieser Wandel in der Zusammensetzung der Sprachgemeinschaft hat grundlegende Konsequenzen für die Sprachplanung, denn Strategien, die auf den Erhalt einer existierenden Sprecher:innenschaft ausgerichtet sind, greifen zu kurz oder gar nicht. Notwendig ist eine Strategie, die aktiv neue Sprachräume schafft und Menschen auf dem Weg zu aktivem Sprechen begleitet (Běrinkowa & Laschewski 2025/AP9).

Trotz dieser herausfordernden Ausgangslage zeigen sich positive Signale: Spracheinstellungen haben sich verbessert, negative Einstellungen gegenüber dem Sorbischen sind zurückgegangen, und insbesondere bei jüngeren Menschen ist ein wachsendes Interesse an Sprache und sorbischer Identität beobachtbar. Aktive Akteur:innen beschreiben ein Gefühl des „Aufschwungs" (Běrinkowa, Laschewski & Rädel 2026). Dieses Momentum zu nutzen und zu verstärken, ist eine zentrale strategische Aufgabe.

4.2 Bildungssystem/Kubłański system

Das Bildungssystem ist gegenwärtig der bedeutendste Kanal für den Spracherwerb des Niedersorbischen. In den letzten Jahren nahmen durchschnittlich etwa 1700 Schüler:innen pro Jahr am Sorbischunterricht teil. Sorbischunterricht wird an etwa 20 Schulen im Grundschulbereich sowie an einigen Oberschulen und am Niedersorbischen Gymnasium auch für die Sekundarstufe angeboten. Gegenwärtig reicht das Angebot nicht aus, um Sorbischunterricht im gesamten angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden in der Schule erlernen zu können. Der Sorbischunterricht im staatlichen Bildungssystem ist eine seit Jahrzehnten etablierte und anerkannte Struktur. Sie stellt einen zentralen Baustein für den Erhalt und perspektivisch auch die Revitalisierung der niedersorbischen Sprache dar. Trotz dieser herausragenden Funktion existiert bis heute kein kohärentes Konzept für den Sorbischunterricht, in dem Prioritäten, Entscheidungskriterien und Maßnahmen dargelegt sind. Des Weiteren ist festzustellen, dass das Monitoring bislang lediglich in rudimentärer Form entwickelt wurde.

Gegenwärtig sieht sich der sorbische Sprachunterricht mit einer Reihe signifikanter Herausforderungen konfrontiert. Aus der Perspektive der Revitalisierung ergeben sich grundlegende Anforderungen an die schulische Ausbildung, die sich auf die Qualität, den Zugang und den Umfang der Sprachausbildung sowie auf die Integration der Schüler in die sorbische Sprachgemeinschaft als aktive Sprachnutzer:innen beziehen. 

Die vorrangige Herausforderung besteht derzeit im akuten Lehrkräftemangel. Gegenwärtig stehen nicht genügend Absolvent:innen zur Verfügung, um die aus dem Dienst ausscheidenden Lehrkräfte zu ersetzen. Die Erweiterung des Angebots an Sorbischunterricht ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht realisierbar. Für eine Übergangsphase stellt sich vielmehr die Frage einer sinnvollen Konsolidierung.

Der Mangel an Lehrkräften stellt nicht nur eine spezifische Herausforderung für den Sorbischunterricht dar, sondern ist vielmehr ein allgemeines Problem, das die brandenburgische Schulpolitik betrifft. Für das Fach Sorbisch deckt die Lehramtsausbildung, die bis 2026 ausschließlich am Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig angesiedelt war, den Bedarf einer der Rechtslage entsprechenden oder an sprachplanerischen Notwendigkeiten orientiert ausgebauten Sprachbildung nicht ab. Mit der Lehramtsausbildung für das Fach Sorbisch an der BTU Cottbus–Senftenberg wird ab dem Wintersemester 2026 ein zusätzliches Angebot für die Lehramtsausbildung im Primarbereich bereitgestellt. Gemäß der aktuellen Sachlage ist jedoch erst ab dem Jahr 2031 mit einem Einsatz der Absolvent:innen dieses Studiengangs zu rechnen. 

Der bereits bestehende Mangel an Lehrkräften wird durch den Mangel an Sorbischlehrkräften zusätzlich verschärft, da diese auch eingesetzt werden, um Mängel in anderen Fächern auszugleichen. In der schulplanerischen Praxis steht der Sorbischunterricht folglich in Konkurrenz zu anderen Unterrichtsangeboten. Die Entscheidungen über den aufrechtzuerhaltenden Unterricht sowie die Verhältnismäßigkeit etwaiger Einschränkungen werden häufig intransparent und für Dritte ohne nachvollziehbare sprachpolitische Kriterien getroffen.

Die Qualität der Sprachausbildung wird durch die Implementierung spezifischer Unterrichtsformate sowie durch die Bereitstellung konsistenter Lernangebote gewährleistet. Der bilinguale Unterricht, der auf dem WITAJ-Modell basiert, wird gemeinhin als eine effektive Methode betrachtet, um aktive Sprecher:innen zu fördern und Lehrressourcen im Vergleich zu reinem Fremdsprachenunterricht effizienter zu nutzen.     Nichtsdestotrotz ist das Angebot auf eine geringe Anzahl an Schulen sowie auf eine begrenzte Anzahl an Fächern und Unterrichtswochenstunden beschränkt. Sechs Schulen bieten bilingualen Unterricht für den Grundschulbereich an, während das Niedersorbische Gymnasium auch für die Sekundarstufe entsprechende Angebote bereitstellt.  In den übrigen Schulen wird Sorbisch sowohl als Begegnungssprache als auch als Fremdsprache unterrichtet. 

Durchgängige Lehrbiografien sind gegenwärtig eher die Ausnahme als die Regel. Zentrale Herausforderungen sind oft fehlende oder schlecht abgestimmte Übergänge sowohl zwischen Kita (Witaj-Kindergärten) und Grundschule sowie zwischen Grund- und weiterführenden Schulen. In der Grundschule nimmt die Zahl der teilnehmenden Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse deutlich ab. Für den Schulwechsel nach Klasse 4 bzw. 6 fehlen belastbare Daten zu Abbruchursachen, da eine systematische Erfassung der personenbezogenen Bildungsverläufe bisher nicht erfolgt ist. Gesicherte Anschlussperspektiven auf der Angebotsseite gibt es nach der Grundschule faktisch nur für das Bildungsziel der Allgemeinen Hochschulreife über das Niedersorbische Gymnasium.

Es ist evident, dass der schulische Spracherwerb allein nicht ausreicht, um aktive Sprecher:innen hervorzubringen. Internationale Evidenz zeigt, dass es für den Erwerb der aktiven Sprachverwendung essenziell ist, zusätzliche informelle Sprachräume außerhalb des Unterrichts zu schaffen (vgl. Kostiučenko 2025/AP10). Selbst die renommierteste Bildungseinrichtung ist nicht in der Lage, eine fehlende Sprachgemeinschaft im Alltag zu kompensieren.

Die Produktion niedersorbischer Lehr- und Lernmaterialien zeichnet sich durch eine für eine Minderheitensprache bemerkenswerte kooperative und auf Kontinuität angelegte Struktur aus, die das WITAJ-Sprachzentrum (RCW), ABC und den Domowina-Verlag in einer arbeitsteiligen Kooperation verbindet. Im Vergleich mit anderen autochthonen Minderheiten- und Regionalsprachen in Deutschland ist der Ausbaustand hoch; im Primarbereich ist die Versorgung nicht nur gesichert, sondern übersteigt die tatsächliche Nachfrage teilweise, sodass dort eher von einem Überangebot als von einer Lücke zu sprechen ist.

Eine zentrale Entwicklungsaufgabe besteht in der Bewältigung der historisch gewachsenen Dominanz von Druckmedien. Im Vergleich zum Druckbestand sind audio- sowie audiovisuelle Formate signifikant unterrepräsentiert, während interaktive Formate eine vergleichsweise hohe Präsenz aufweisen. Es liegen digitale Angebote vor, die jedoch bislang nur in geringem Maße mit den übrigen Lehr- und Lernstrukturen verzahnt sind und selten systematisch in den Unterricht eingebunden werden. Ein Nutzungsmonitoring findet nicht statt; eine übergreifende Plattform, die die vorhandenen Ressourcen für formale wie nichtformale Lernende bündelt und auffindbar macht, existiert bisher nicht — was angesichts des Materialbestands weniger ein Produktions- als ein Erschließungsproblem darstellt.

 

 

4.3 Erwachsenenbildung / Kubłanje dorosćonych

Die Erwachsenenbildung ist ein Schlüsselelement jeder Sprachrevitalisierungsstrategie – und zugleich ein bisher strukturell vernachlässigter Bereich der niedersorbischen Spracharbeit. Gemessen am schulischen System, in dem derzeit etwa 70 Lehrkräfte aktiv sind, verfügt die Erwachsenenbildung über sehr begrenzte Ressourcen. Sprachpolitische Akteur:innen aller Befragungsrunden bewerten den Stellenwert der Erwachsenenbildung zwar als hoch, schätzen aber die Bemühungen in diesem Bereich übereinstimmend als zu gering ein.

Die Schule für niedersorbische Sprache und Kultur in Cottbus/Chóśebuz (wiedereröffnet 1992 in Trägerschaft der Stadt, mitfinanziert durch Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa und Stiftung für das sorbische Volk) und das Zorja-Projekt (2023-31, in Trägerschaft der Domowina Niederlausitz Projekt gGmbH, zehnmonatiges stipendienbasiertes Intensivformat in Dešno/Dissen, finanziert aus Strukturwandelmitteln) bilden heute die tragenden Säulen der Erwachsenenbildung. Zorja wendet erstmals das international etablierte Master-Apprenticeship-Konzept im niedersorbischen Kontext an und wurde inzwischen für die Oberlausitz unter dem Namen Domoj adaptiert. Beide Programme werden als zivilgesellschaftlich eingebettet und reaktionsfähig wahrgenommen – ein Qualitätsmerkmal, das das Schulsystem so nicht besitzt.

Die Erwachsenenbildung leidet unter einer strukturellen Schlechterstellung gegenüber dem Schulsystem, die für die nichtberufliche Bildung in Deutschland typisch ist: Dozent:innen sind schlechter bezahlt, ohne Verbeamtungsperspektive und häufig nicht pädagogisch ausgebildet. Ein eigens entwickeltes Curriculum für den Erwachsenensprachunterricht fehlt. Auch geeignete Materialien für diese Zielgruppe sind kaum vorhanden (nur 3 % der erfassten Lehr- und Lernmaterialien richten sich an Erwachsene) und nicht immer aktuell. Sprachliche Kompetenz auf C-Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) ist durch die vorhandenen Angebote kaum erreichbar. Für den Bereich der beruflichen Bildung – insbesondere für Auszubildende und Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung des Siedlungsgebiets – existieren bisher keine strukturierten Kursangebote. Die Heterogenität der Zielgruppe der erwachsenen Sprachlernenden wurde bisher nur unzureichend berücksichtigt. Für die Entwicklung von Lehrmaterialien und die didaktischen Aspekte ist diese Heterogenität jedoch äußerst relevant, da individuelle Hintergründe, Kenntnisse weiterer Sprachen, Bildungsbiografien und Herkunft unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen an den Erwerb des Niedersorbischen mit sich bringen.  

4.4 Stärken und Chancen / Mócy a šanse

Trotz der ernsten Lage bietet die aktuelle Situation erhebliche Potenziale.

Die Witaj-Generation – junge Erwachsene, die durch das WITAJ-Programm Sorbisch gelernt haben – bildet eine neue Basis der Sprachgemeinschaft. Sie sind zwar nicht immer aktive Sprecher:innen, verfügen aber häufig über rezeptive Sprachkompetenzen  und sind häufig kulturell engagiert. Mit gezielten Aktivierungsangeboten (Reaktivierungskurse, Sprachräume, berufliche Nutzungskontexte) könnte ein bedeutender Teil dieser Gruppe zur aktiven Sprecher:innenschaft gewonnen werden. Das Zorja-Projekt als Erwachsenensprachnest in Dešno/Dissen zeigt, dass innovative Formate auf starke Nachfrage treffen (Laschewski & Rädel 2025).

Die gesellschaftliche Stimmung hat sich positiv verändert: Sorbisch-Sein ist für viele Jüngere keine Bürde mehr, sondern ein identitätsstiftendes Merkmal. Soziale Medien, neue sorbische Musik und neue Kulturformate  haben zur Sichtbarkeit und Normalisierung beigetragen. Der Lausitzer Aufschwung ist eine reale soziale Ressource, die strategisch genutzt werden sollte.

Der Strukturwandel in der Lausitz bietet eine historische Gelegenheit: Investitionen in Forschung, Bildung und Infrastruktur – u. a. der Ausbau der BTU Cottbus–Senftenberg – schaffen neue institutionelle Kapazitäten. Strukturwandelmittel ermöglichen Investitionen in die Spracharbeit, die mit regulärer Minderheitenförderung nicht finanzierbar wären.

Hinzu kommen neue sorbische Familien (Melcher 2024), die Niedersorbisch intergenerationell weitergeben – ein zwar kleines, aber symbolisch und strategisch bedeutsames Zeichen, dass Familientransmission wieder beginnt.

4.5 Schwächen und Risiken / Słabosći a rizika

Gleichzeitig bestehen erhebliche strukturelle Defizite und Risiken.

Fehlende Alltagssprachräume: Außerhalb von Schule und einigen Kulturveranstaltungen gibt es kaum Kontexte, in denen Niedersorbisch im Alltag spontan und ohne besonderen Aufwand gesprochen werden kann. Neue Sprecher:innen berichten von sozialen Hemmnissen: Das Sorbischsprechen im Beisein deutschsprachiger Personen wird als potenziell ausgrenzend wahrgenommen – ein sozialer Determinismus, der aktive Sprecher:innen in der Öffentlichkeit verstummen lässt (Melcher 2024).

Demografischer Wandel und Abwanderung: Das Siedlungsgebiet ist von Abwanderung – vor allem junger und gebildeter Menschen – betroffen. Umsiedlungen infolge des Braunkohleabbaus haben historisch sorbisch geprägte Gemeinden aufgelöst. Beide Prozesse schwächen die demografische Basis der Sprachgemeinschaft dauerhaft. 

Institutionelle Fragmentierung: Es fehlt eine koordinierende Instanz, die die Vielzahl der Akteur:innen auf gemeinsame Ziele ausrichtet, Doppelstrukturen abbaut und für Kohärenz der Maßnahmen sorgt.

Akademisierung der Sprachgemeinschaft: Die existierende sorbische Bildungslandschaft begünstigt eine Akademisierung und sozio-ökonomische Homogenisierung der Sprachgemeinschaft. Für die Revitalisierung der Sprache ist es existenziell, dass nicht nur Akademiker:innen Sprecher:innen sind und werden können, da bestimmte Sprachräume (z. B. in Gastronomie, Dienstleistungssektor und Kreativwirtschaft) ansonsten nicht etabliert und gesellschaftlich getragen werden können.

Fehlende Daten: Für eine evidenzbasierte Sprachplanung fehlen wesentliche Grundlagen: personenbezogene Bildungsverläufe, systematische Erhebungen zur Sprachnutzung in verschiedenen Domänen und validierte Informationen über Zusammensetzung und Entwicklung der Neusprecher:innengemeinschaft.

4.6 Szenarien: Was passiert ohne und mit verstärkten Maßnahmen?/Scenarije: Co se stanjo...

Die sprachplanungsrelevante Forschung erlaubt Modellierungen zur künftigen Entwicklung der Sprachgemeinschaft. Vereinfacht lassen sich zwei Szenarien unterscheiden.

Im Basisszenario (Fortführung des Status quo, ca. 20 neue aktive Sprecher:innen durch Bildung pro Jahr) würde die Zahl aktiver Sprecher:innen des Niedersorbischen bis 2100 auf unter 2.000 moderat steigen – bei jedoch gleichzeitiger weiterer Alterung der Gemeinschaft, schwindender Alltagsrelevanz und fortgesetzter Abhängigkeit von institutioneller Förderung. Eine selbsttragende, lebendige Alltagssprache wäre unter diesen Bedingungen nicht erreichbar.

Im Zielszenario (intensive Maßnahmen, ca. 100 neue aktive Sprecher:innen durch Bildung und Aktivierung pro Jahr) könnte die Gemeinschaft bis 2100 auf ca. 5.000 aktive Sprecher:innen wachsen. Dieses Szenario setzt eine Verdreifachung bis Verfünffachung der Bildungsintensität und den Aufbau robuster außerschulischer Sprachräume voraus. Es ist ambitioniert, aber auf der Basis internationaler Vergleichsfälle erreichbar – insbesondere wenn der Paradigmenwechsel von der Spracherwerbs- zur Sprachgebrauchsplanung   vollzogen wird (Kostiučenko 2025 /AP 10; Kostiučenko et al. 2026/AP11; Běrinkowa & Laschewski 2025/AP9).

Die Strategie orientiert sich am Zielszenario. Es bildet den Rahmen für die in Kapitel 5 formulierten langfristigen Ziele.

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